Die Krypta ist der Ort, für welchen ihr bis jetzt so viele Koins gesammelt habt. Nachdem ihr euer Profil geladen und die Krypta betreten habt, werdet ihr ganze 676 Särge vorfinden. Jeder dieser Särge ist eine bestimmte Anzahl von Koins wert, welche auch immer angegeben sind.
Jetzt heißt es nur noch ein glückliches Händchen haben, oder eine Liste aus dem Internet. Denn in fast jedem Sarg befindet sich eine Kleinigkeit, wie Bilder, Videos oder Artworks. Oder ihr habt richtig Glück und erwischt einen der Versteckten Charakter, eines der alternativen Kostüme oder eine versteckte Stage. Ihr seht also, dass ihr kräftig Koins sammeln müsst, wenn ihr hier alles frei spielen wollt. Also wenn das mal keine Langzeitmotivation ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Natürlich werden alle erspielten Dinge unter dem Menüpunkt Inhalt gespeichert und können jeder Zeit wieder aufgerufen werden. So habt ihr immer über alles den Überblick.

Unter Spielerprofil habt ihr die Möglichkeit eure Profile zu verwalten, sprich Profile erstellen, angucken oder löschen.

Im Options-Menü könnt ihr wie üblich den Schwierigkeitsgrad, Gewinnrunden, Rundenzeit, die Anzahl der Minispiele und den Blutlevel einstellen, oder ihr passt den Sound, den Controller oder den Bildschirm euren Verhältnissen an.

Der letzte Menüpunkt ist der Inhalt, unter dem ihr die freigeschalteten Dinge aus der Krypta wiederfindet und genauer betrachten könnt.

So jetzt komme ich einmal zu den Kämpfen selbst und dem Gameplay. Das neue an diesem Mortal Kombat Titel, ist die Möglichkeit bei jedem Charakter zwischen drei speziellen Kampftechniken hin und her zu wechseln. So kommen Stile wie die Kranich-, Schlagen- oder Krabben-Technik vor, aber auch Karate, Tae Kwon Do, Judo, Wrestling und viele mehr sind vorzufinden. Das alles ist aber nicht genug und so hat jeder Kämpfer im dritten Stil eine Waffe zur Verfügung. Diese reichen von Stäben, über Mondsicheln bis zu Schwertern. Jeder Fighter hat seine eigene Waffe und seine eigenen Stile, so das man nie zweimal das selbe zu sehen bekommt. Es ist einfach Abwechslung pur. Durch dieses neue System kommen auch ganz neue Möglichkeiten in das Gameplay von Mortal Kombat. Es heißt nun nicht mehr wahllos Knöpfe drücken, sondern es ist die richtige Wahl der Technik und ein geschickter Einsatz von Blocken und Kontern gefragt, um auch später noch bestehen zu können. Eine weitere interessante Möglichkeit, sind Stilübergreifenden Combos. Ihr startet mit der Schlangen-Technik, geht über in den Kranich-Technik und die letzten Schläge werden mit eure Waffe vollführt. Diese Combos sind während des Kampfes nicht gerade leicht, aber wenn sie gelingen hat man ordentlichen Schaden angerichtet. Trotzdem ist das Spiel selbst auf Anfänger oder Leicht, bei späteren Gegnern recht anspruchsvoll und um auf Normal, Hard oder Max erst einmal bis kurz vor das Ende zukommen, muss man das System wirklich mehr als Verinnerlicht haben. Dafür lohnt es sich hier auf Grund der höheren "Bezahlung" öfter zu spielen, als auf Anfänger.
Die zweite Runde beginnt immer damit, das der Verlierer dort aufsteht, wo er zu Boden gegangen ist. Also die Runden greifen ineinander über und ihr seht euren Gegner aufstehen. Hier ist es nicht wie in anderen Games wo die neue Runde wieder direkt in der Mitte beginnt. Es kommt vor, dass ihr zum Beispiel in der zweiten Runde eingeengt an der Arealbegrenzung steht, da ihr hier zuvor zu Boden gegangen seid. Die Arenen selbst dienen also auch als taktische Kniffe. Ihr könnt euren Gegner einfach gegen eben eine solche Begrenzung treiben und ihn dann richtig mit Kombinationen eindecken.
Viele Spieler von euch dürfte sicher noch der Blutfaktor und die Sache mit dem Fatality interessieren. Also wie schon erwähnt lässt sich der Blutlevel einstellen. Wenn ihr nicht auf Blut steht, könnt ihr es ausstellen und das ganze Spiel ohne einen Tropfen Blut genießen. In dieser Option braucht ihr auch keine Angst vor einem brutalen Fatality zu haben, diese sind hier nämlich deaktiviert. Auf dem Blutlevel Niedrig seht ihr nur ein wenig Blut spritzen, vor allem bei Schlägen zum Gesicht. Auf diesem Level bleibt allerdings kein Blut liegen. Ihr habt hier zwar die Möglichkeit einen Fatality auszuführen, aber auch hier seht ihr nur wenig Blut spritzen. Wer von euch die volle Ladung an Blut braucht, der sollte in den Optionen das Blut auf Max stellen. Nun werdet ihr den roten Saft nur so spritzen sehen und da dies noch nicht genügt, bleibt der Saft auch auf dem Boden liegen. Nach zwei Runden ist also der größte Teil der Arena mit Blut vollgesaut. Wenn ihr einen Fatality schafft, werdet ihr auch hier mit den Blutvorrat eure Gegner Bekanntschaft machen. Blutiger geht es kaum noch.
Die Fatalities selbst sind wie schon erwähnt äußerst brutal und geizen, je nach Blutlevel, nicht mit dem Lebenselixier eurer Feinde. So Rollen Köpfe durch die Gegend, Herzen werden raus gerissen und meist bleibt nur Matsche von euren Gegnern übrig, welche im eigenen Blut schwimmt. Die sollte eigentlich zu diesem Thema genügen. Wissen sollten alle Fans allerdings, dass jeder Charakter nur einen (!) Fatality hat und nicht drei Stück wie bei den Vorgängern. Aber dieser eine Finishing Move reicht meiner Ansicht voll und ganz aus.
(Die Tatsache, dass ich hier nicht drum herum gekommen bin die Anzahl des Wortes "Blut" in Grenzen zu halten, sollte eigentlich auch alles über die Rolle jenes Wortes in diesem Spiel sagen.)

Wie ich bei den Spieloptionen schon erwähnt hatte, beinhaltet Mortal Kombat: Deadly Alliance auch zwei Minispiele, welche je nach Einstellung, maximal alle 3 Kämpfe stattfinden. Dies gilt sowohl für den Arcade, den Versus, als auch dem Trainings Mode. Des weiteren erscheinen die beiden Minispiele abwechselnd, erst kommt "Test your might", wo ihr durch schnelles drücken der Buttons eine Leiste aufladen müsst, bis ihr eine spezielle Markierung erreicht und dann mit dem R-Button eure Aktion ausführt. Ihr müsst nämlich versuchen einen Bruchtest zu bestehen. Entweder ihr sollt nur eine Steinplatte durchschlagen, dann ist die Markierung ganz unten und ihr habt ein leichtes Spiel. Oder aber es ist ein großer Diamant, dann habt ihr eigentlich schon fast verloren, denn die Markierung ist fast ganz oben und steht für den höchsten Schwierigkeitsgrad in diesem Minispiel. Es gibt natürlich noch viele Zwischenstufen und mit der richtigen Technik kann man alle schaffen und wenn ihr es schafft werdet ihr natürlich auch belohnt. Je nach Schwierigkeitsstufe erhaltet ihr eine gewissen Anzahl an Onyx oder Platin Koins, die ihr nur in diesen Minispielen erspielen könnt und welche ihr für viele Särge in der Krypta benötigt. Zudem werdet ihr mit Freudentänzen eurer Sportler belohnt, die sich im Beifall der Mönche baden. Solltet ihr verlieren, erntet ihr Buhrufe und euer Kämpfer tut sich mächtig weh.
Das andere Minispiel heißt "Test your sight" und ist das alt bekannte Hüttchenspiel. Ihr seht 3 oder mehr Becher und unter einem befindet sich die Mortal Kombat Münze. Nun verschwindet die Münze und die Becher fangen an sich wie von Geisterhand zu bewegen und zu tauschen. Am Ende müsst ihr dann sagen unter welchem Becher die Münze liegt. Die Anzahl der Becher, die Geschwindigkeit und ob sich das Sichtfenster zusätzlich von einer Seite zur anderen dreht, hängt hier wieder von dem Schwierigkeitsgrad ab. Lustig sind hier eure "Helden" die hinter dem Tisch stehen und total verwirrt den bewegenden Bechern hinterher gucken. Umso mehr freuen sie sich natürlich, wenn ihr ihnen zum Sieg verhelft und sie wieder ein paar Koins einsacken können.
Die beiden Minispiele bieten wirklich mal Abwechslung zwischen den Kämpfen und gönnen euren Händen oder euren Augen - je nach dem welches Minispiel ihr bekommt - eine kleine Pause.

Was mir bei dem Spiel noch gefehlt hat, sind einfach ein paar Modi mehr. So hätte mir ein Survival-Mode oder TimeAttack-Mode bestimmt nicht die Laune verdorben. Aber ihr werdet dieses Game trotzdem genau so gerne in eure Arme schließen wie ich. Auch wenn es nicht viele Modi hat, kann das ausgefallene Spielsystem doch sehr, sehr lange fesseln und die Krypta will man sicherlich auch nicht unerforscht lassen.



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