Als letzten Punkt muss ich hier einfach mal die Ladebildschirme erwähnen, welche mir zum ersten Mal in einem Spiel gefällt! Hier wird den Spielern nicht wie in anderen Games nur ein ewigdauernder Ladebalken gezeigt, oder immer das selbe kleine Bild dabei. Nein, Mortal Kombat: Deadly Alliance macht mir mit seinen Ladebildschirmen sogar Spaß. Hier werden euch immer zig verschiedene grafische Leckerbisse geboten, zum einem seht ihr die Drachenarmee, oder zum anderen Reptile in seinem Verwandlungsprozessen und so weiter. Es gibt die ersten Stunden immer wieder ein Bild zu sehen, welches man bis dahin noch nicht hatte und auch wenn man sie alle gesehen hat, guckt man sie sich gerne ein zweites oder ein hundertstes Mal an. Ich wünsche mir an dieser Stelle, das andere Entwickler sich hier ein Beispiel dran nehmen und die Ladebildschirme in zukünftigen Games genau so ansprechend und zudem auch relative kurz machen, wie hier. (Am Besten wären natürlich gar keine Ladebildschirme!)

Das Spiel ist hier im übrigen ungeschnitten erschienen! Lediglich ein Video wird uns in der PAL-Version vorenthalten. Aus welchen Gründen dieses gestrichen wurde ist nicht bekannt, aber soviel wie ich gehört habe, sollen wir auch nichts verpasst haben.

Steuerung:
Die Steuerung ist wie bei jedem anderem Beat’em Up sehr einfach gehalten und man findet sich sofort zurecht. Die Buttons A, B, X und Y dienen als Standartangriffe mit den Füßen oder Händen/Waffen. Euer Angriff ändert sich selbstverständlich nach der Ausrichtung des Digitalen Steuerkreuzes. Hinten + A ergibt einen anderen Move, als zum Beispiel nur A. Das selbe gilt für alle Richtungen und alle Buttons.
Wie üblich gibt es auch einen Button zum Blocken. In diesem Fall müsst ihr den R-Button bemühen. Eure Kampfstile könnt ihr mit dem L-Button durchschalten, bis ihr euren gewünschten Stil gefunden habt.
Der letzte, benötigte Button ist Z. Auf diesem könnt ihr Spezialbewegungen vollbringen, wie Würfe oder den Gegner mit eurer Waffe aufspießen.
Wie man sehen kann gibt es bei der Steuerung an sich nichts auszusetzen, nur das doch relative kleine Steuerkreuz führt manchmal zu ungewollten Aktionen. Aber man gewöhnt sich an alles.

Grafik:
An der Grafik gibt es nun wirklich nichts auszusetzen. Die Mortal Kombat Teilnehmer geben alle eine überaus gute Figur ab und lassen das Geschehen, um dieses brutale Turnier in einem neuen Glanz erscheinen. Die Animationen der Kämpfer sind alle fließend und vor allem die Combos sehen einfach nur gut aus. Hinzu kommt das Schadensmodell der Gesichter, welches sich je nach der Anzahl der eingesteckten Schläge und Tritte verändert. Leider ist das Schadensmodell nur auf das Gesicht beschränkt, und andere Verletzungen werden nicht sichtbar. Auch bei den Fatalities wird der angerichtet Schaden am Gegner nicht wirklich sichtbar, hier hatte ich mir eigentlich mehr erwartet. Aber die finalen Attacken machen auch so mehr als genug her und lassen diese Kleinigkeit schnell wieder vergessen.
Die Arenen sind gut designt und können als Schauplätze für das Mortal Kombat Turnier überzeugen. Sie bieten nicht nur eine angemessene 3D Umgebung, sondern können auch durch ihre Hintergrundkulisse überzeugen. Umherfliegende Seelen oder giftspuckende Statuen tun wirklich ihr Bestes um der Atmosphäre gerecht zu sein.
Auch divers Wetterverhältnisse erhöhen das Kampferlebnis. So müsst ihr auch im Regen oder Hagel kämpfen, welche durch den Sound überaus gelungen unterstützt werden.
Kritik möchte ich aber noch mal an dem Konquest Mode anbringen, bei welchem der Weg der Stationen, als grafische Endlosschleife, optisch alles andere als ansprechend ist. Hier wurde für meinen Geschmack geschlampt und nur eine zweckerfüllende Darbietung geschaffen. Ich denke das eine grafisch ansprechende Endlosschleife auch schon genüge getan hätte, aber das Püppchen und die detaillose Landschaft passen nicht zu dem Gesamtbild des Spieles.
Ein andere Punkt ist vielleicht noch das Blut, welches ab und an etwas statisch wirkt und nicht gerade realistisch. Wen es stört, kann es ja ausschalten, oder auf Max stellen. Die Masse macht das dann wieder wett.

Sound:
Der Sound trifft die Atmosphäre und kann sie auf diese Weise unterstützen. Sowohl im Hauptmenü, während dem Konquest, als auch bei den Kämpfen, wird die Musik nie als störend empfunden und die Soundeffekte von aufeinander treffenden Schwertern, dem Stöhnen bei Treffern, anderer Hintergrundgeräusche wie der Hagel, oder den Kommentaren der Kontrahenten sind allesamt exzellent.
Man kann hier einfach keine Kritikpunkte finden, außer den Abwechslungsreichtum. Es ist keine große Vielfalt in der Hintergrundmusik vorhanden, aber dies wirkt meiner Meinung auch nicht störend oder nervend, zumal sie den Effekten unterstellt ist.
Die Stimme, welche die Kämpfe leitet und dich zum "FINISH HIM" aufruft, verbreitet das typische Mortal Kombat Flair und hier kann und darf auch in Zukunft nichts geändert werden.

Fazit:
Mortal Kombat: Deadly Alliance ist durch seine neue Struktur im Kampfsystem und dem beibehalten, des klassischen Mortal Kombat Feelings genau auf der richtigen Schiene gefahren und kann auf der ganzen Linie überzeugen. Für die einen ist es das blutigste Beat’em Up, und für die anderen ist es das einfallsreichste Kampfsystem auf dem GameCube. Mit diesem Titel können alle Beat’em Up Fans für eine Weile ruhig gestellt werden, auch wenn das Spiel nicht mit Modi protzen kann, so bietet es mit der Krypta eine überaus große Langzeitmotivation und der einstellbare Schwierigkeitsgrad tut sein übriges.

Von T. Wackerbauer
8.3Grafik
Überzeugend ohne große Mängel
8.0Sound
Nervt nicht, sondern unterstützt
8.3Spielspass
Langzeitmotivation (Single) + Versus (2-Player)
8.4Gesamt

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