|
Insgesamt wirkt das Spiel sehr interaktiv, da es alles sehr real wirkt, sprich das Verhältnis der Menschen und Physik, und man kommt sich wirklich als Agent vor, da man wirklich auf alles achten muss und die kleinsten Fehler sehr schlimme Konsequenzen haben. Auch die Lebensenergie gestaltet sich realistisch, weswegen man auch noch mal vorsichtiger ist, denn Medi-Kits gibt es genauso selten, wie neue Munition. Kleinigkeiten, wie Tools und das Knacken von Schlössern und vor allem die Story runden das Gefühl Agent zu sein perfekt ab. Ein Multiplayer hat das Spiel verständlicher Weise nicht, da es eine Hauptperson und eine Story gibt. Ein Multiplayer wäre nur sehr schwer zu realisieren und ich Stelle mir das schwierig vor, einen solchen überhaupt bei einem solchen Spiel der Marke "schleichen" zu entwerfen. Freispielbares Bonusmaterial gibt es auch eine Menge, wie zum Beispiel "Behind-the-game szenen, oder diverse freischaltbare Level, allerdings für die Gameboy Advance Version des Spiels. Was vielleicht noch an Störungen erwähnenswert wäre, ist die Tatsache, dass das Autosave total daneben geworden ist. Die 17 Blocks lassen sich nur an weit auseinanderliegenden Punkten Speichern, was teilweise wirklich eine Qual ist. Hat man keine Lust mehr, oder keine Zeit, aber gerade eine schwierige Stelle gemeistert, so ist man gezwungen bis zum Speicherpunkt weiter zu spielen, oder alles von vorne zu machen. Erinnert ein bisschen an "Metroid Prime" und dessen Speicherstationen, doch hierbei ist es wohl seit dem NES Kult, meiner Meinung nach für "Splinter Cell" aber ziemlich unangemessen.
Steuerung:
Hier ist eigentlich alles sehr gut zu bedienen und man hat schnell die Komplette Kontrolle über die komplexen Bewegungen von "Sam". Eigentlich. Ich komme nun auf das größte Manko, nicht nur der Steuerung, sondern des Spiels zu sprechen. Die Kamera, welche "Sam" aus der dritten Person zeigt, hat man komplett selbst zu steuern. Somit geht leider jegliche Kontrolle in hektischen Situationen wieder verloren, außerdem nervt es einfach höllisch, die ganze Zeit nur die Kamera zu justieren, um zu Spielen. Zwar zoomt sie sich bei Wänden automatisch ran, sodass man keine Grafiklöcher hat, aber den Rest hat man komplett selber zu steuern. Anfänger des Spiels werden erst mal länger brauchen, sich darauf einzustellen, denn Die Kamera steuert sich in bestimmten Situationen leider auch Spiegelverkehrt, worauf man total konfus wird. Wie gesagt, in einer hektischen Situation hat man einfach keine Chance, die Gegner schießen auf einen, während man selbst noch die Kamera justiert, da man sonst einfach die Orientierung verliert. Das ist wohl ein weiterer Grund für den bereits angesprochenen, hohen Schwierigkeitsgrad. Doch alleine sollte man das nicht der Kamera in die Schuhe schieben, schließlich fordert das Spiel auch eine Menge Geschick vom Spieler, was man aber nicht unbedingt negativ auslegen sollte, selbst wenn man deswegen einige Male flucht.
Grafik:
Hier wurde einfach nur gute Arbeit geleistet. Eine physikalische Meisterleistung der Programmierer, gepaart mit detailreichen Polygonmodellen und flüssigem Spielfluss. Doch was besonders zu gefallen weiß, sind die Animationen der Figuren, besonders natürlich die, des "Sam Fisher". Sehr realistisch, vielfältig und reell sind diese gestaltet, sodass man sich richtig professionell vorkommt. In Sachen Physik beziehe ich mich hauptsächlich auf die Lichteffekte, da man mit ihnen dynamische Schatten wirft und die Dunkelheit eigentlich das wichtigste im Spiel ist, welche sich wirklich perfekt benutzen lässt. Allerdings kommen selten mal kleine Schönheitsfehler vor, denn das Licht, was gescriptet ist, geht glatt durch unseren guten "Sam" hindurch. Ansonsten könnte das "Anti-Aliasing" (Kantenglättung) des öfteren etwas besser sein. Fiesere Bugs oder Ruckler konnte ich nicht feststellen. Die Details sind es wohl wieder mal, die der Grafik den letzten Schliff verpassen. Wie zum Beispiel die Sicht aus dem Nacht- oder Wärmesichtgerät. So reell hat es die einfach in noch keinem Spiel zuvor gegeben und sind wohl maßstabsetzend für alle kommenden Spiele. Die Levels unterscheiden sich komischerweise von denen der anderen Versionen. Jedoch nicht gekürzt, aber ein leicht bis stark anderer Verlauf. Außerdem ist genauso das Design mancher Level verändert, allerdings, wie gesagt, verkürzt es nicht das Spiel oder tut dem Spielspaß einen Abriss, hier kann man einfach nur sagen "The Nintendo Difference".
Sound:
Hier kann man eigentlich sagen: Perfekt. Wiederum sehr reell, beispielsweise das Geräusch beim zerschlagen einer Flasche. Aber auch die musikalische Unterstützung von den Geschehnissen ist sehr gut. Wird man gesehen, ertönt eine hektische Musik, wie man es schon aus anderen Spielen kennt. Ansonsten herrscht Ruhe, damit man sich selbst besser hört und darauf achtet nicht zu laut zu sein, denn die Ohren der Wachen sind sehr empfindlich. Dafür reden die Wachen untereinander, pfeifen wenn sie alleine sind oder gehen sogar ihr Geschäft verrichten. Die Sprache ist komplett in Deutsch synchronisiert, wobei die Synchronisation vielleicht nicht immer ganz sauber ist, aber dafür hat man sogar berühmte Personen für die Synchronisation verpflichtet. Insgesamt steuert der Sound einfach sehr viel zur Atmosphäre bei und erlaubt sich, abgesehen von ein paar Synchronisierungsschwächen, keine Schnitzer. Einen weiteren Bonus verdient sich das Spiel durch "Dolby Pro Logic 2" Unterstützung.
Fazit:
"Splinter Cell" weiß grafisch, spielerisch und vom Sound zu überzeugen. Mankos gibt es lediglich zwei, die Kamera und der Schwierigkeitsgrad, der Rest sind höchstens kleine Schönheitsfehler, die man aber auf jeden Fall in Kauf nehmen sollte, wenn man überlegt sich das Spiel zu kaufen. Wenn man nicht gerade ungeschickt ist und Ideenreichtum hat, ist "Splinter Cell" nämlich wärmstens empfohlen. Das Spiel ist der aktuelle Spitzenreiter seines Genres und hat hier sogar neue Maßstäbe setzen können.
Von M.Kreuzer
|
 |  | |  |
| 8.9 | Grafik Detailreiche, leistungsstarke Grafik; Anti-Aliasing und kleinere Details mit Schwächen | |
|  | |
| 9.6 | Sound Fast Perfekt, außer der Lippensynchronisation, aber deutsche Sprachausgabe und Spielunterstützende FX | |
|  | |
| 8.8 | Spielspass Nervige Kamera; hoher, teils frustrierender Schwierigkeitsgrad, ansonsten in allen Belangen überzeugend | |
|  | |
| 8.9 | Gesamt | |
|

Diskutiert über dieses Spiel in unserem Forum!
|