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Def Jam Vendetta
Review von D.Wackerbauer (mail) | 26. Juli 2003 | PAL Version

Gute Erfahrungen haben wir bis jetzt mit Wrestlingspielen auf dem GameCube nicht gemacht, so erhielten WWE Wrestlemania X8 und Legends of Wrestlings nur Bewertungen unter dem Durchschnitt und hielten nicht das was sie versprachen. Fans des spektakulären Showkampfes kamen so auf dem GameCube leider noch nicht auf ihre Kosten. Dies soll sich nun aber ändern! Zwar handelt es sich bei Def Jam Vendetta nicht um ein übliches Wrestling Game, es gibt keinen Hulk Hogan oder andere berühmte Wrestler, sondern du bist ein Rapstar, HipHopper oder besser gesagt Gangster, der sich in Hinterhöfen kloppt. Was zur positiven Folge hat, das die Protagonisten nicht halbnackt, in orangefarbener Unterhose oder mit rotem Badeanzug durch die Gegend laufen und sich “lächerlich“ machen. Die Kämpfer haben alle die coolsten Klamotten und fettesten Goldkettchen an. Nun ja, ob dies das Spiel zu etwas besonderen oder ausgefallenen macht wird sich zeigen. Interessant wird, ob das Game den Thron als bestes Kampfspiel erobern wird, denn eins ist jetzt schon klar, besser als die beiden oben genannten Spiele ist es allemal. Also Leute, schmeißt ein 2Pac Album in den CD-Player, dreht die Mucke auf und lest meinen Review.

Gameplay:
Der GameCube wird eingeschaltet und schon dröhnt dir fetter HipHop Sound von Method-Man ins Ohr und macht dich taub. Ein Intro begleitet dich zur Menüauswahl. Es führt dich tief in eine Stadt zum hintersten Hinterhof, und zeigt dir wo du deine Kämpfe austragen wirst: Inmitten von Baggi-Hosen tragenden Schwarzen und Weißen “Gangstern“, die vor lauter Gold um Hals und Fingern kaum gehen können. Natürlich haben sie alle eine sexy Dame an ihrer Seite und mitten in dieser Gesellschaft steht der Kampfring, in dem du dich später schlagen wirst, um Geld von diversen Wetten abzukassieren. Schon im Intro kommt schönes Undergroundfeeling auf, das Spaß auf mehr macht und zeigt, dass es an Atmosphäre im Spiel wohl nicht mangeln wird. Aber schauen wir mal weiter.

Im Menü kannst du zwischen mehreren Modi wählen. Auffällig ist hierbei, dass es einen Story-Modus gibt, was wohl eher selten bei einem “Wrestlinggame“ vorzufinden ist. Deshalb führt mein erster Weg auch direkt dorthin. Der Story-Modus bietet dir, wie es der Name auch schon sagt, Kämpfe deren Hintergrund auf einer Story basiert. Du suchst dir einen der insgesamt 26 Kämpfer aus und versuchst dir mit ihm einen Namen im Underground zu machen, dir Respekt zu verschaffen und viel Geld zu scheffeln. Das Geld verschaffst du dir durch gute und spektakuläre Moves und durch jeden gewonnen Kampf. Mit der Knete kannst du dann deine Schnelligkeit, deine Power, dein Charisma etc. erhöhen. Was auch dringend von Nöten ist, bei den Kämpfen die einen noch erwarten. Zwischensequenzen treiben die Geschichte und somit die Kämpfe vorwärts. Im ersten Kampf musst du zeigen was du drauf hast und den Bossen der Undergroundorganisation beweisen, dass du keine Eintagsfliege bist, sondern es mit jedem aufzunehmen vermagst und somit ins “Kampf Business“ einsteigen kannst. Du steigst also in einen Ring, der mitten in einer Halle eines Hinterhofes steht und kämpfst gegen bekannte Rapper und anderen Muskelprotze. Bevor es losgeht wird noch ein cooler Spruch oder Geste abgelassen und dann stürzt man aufeinander los. Sofort fällt auf, dass das Kampfgeschehen verdammt schnell abläuft, was durchaus positive zu bewerten ist. Im Gegensatz zu diversen Wrestlinggames, wo es doch des öfteren wirklich nur träge zur Sache geht, haut man sich hier mit hoher Geschwindigkeit die Rübe ein. Einem Griff folgt direkt der nächsten und ein Schlag dem anderen. Dabei sieht das ganze dann wirklich verdammt geschmeidig und gut aus. Da wird ein Schlag gekonnt geblockt und sofort darauf ein spektakulärer Konter vollzogen, der dein Gegenüber auf die Matte oder in die Seile schmeißt. Es gibt unzählige verschiedene Moves, manche wurden vom Catchen übernommen, doch damit gab man sich nicht zufrieden und so wurden neue hinzugefügt, die um einiges innovativer und cooler sind. Weitere sehr angenehme, neue Effekte sind: Das es keinen nervigen Ringrichter gibt (obwohl das sicherlich Geschmacksache ist, manche verprügeln ihn doch recht gerne), kein Auszählen wenn man den Ring verlässt und eine Spezialattacke, die man ausführen kann, sobald die Powerleiste voll aufgeladen ist. Die Powerleiste füllt sich übrigens bei jedem gelungen Schlag, Griff oder Konter langsam auf. Diese Attacke ist erstens spektakulär anzugucken und zweitens vollkommen wirksam, denn im normal Fall hat dein Gegner nach dieser Attacke keine Chance mehr auf einen Sieg, da er entweder aufgibt oder ausgezählt wird. Jeder Kämpfer hat zwei unterschiedliche Specialattacks, so das man einiges an extravaganten Moves zu sehen bekommt Des weiteren ist Def Jam Vendetta um einiges härter als Catchen. Zwar fließt keinerlei Blut, doch Schläge in die Weichteile oder kräftige Faustschläge ins Gesicht machen deutlich das es ordentlich zur Sache geht und man der brachialen Gewalt nicht gerade abgeneigt entgegen sieht. Manche Gegner ticken förmlich aus, hauen dir wie in Ekstase deine Rübe ein und wollen damit gar nicht mehr aufhören. Um zu verhindern, das man zu lange geschlagen oder am Boden festgehalten wird. Haben die Entwickler dem Spiel ein Feature hinzugefügt, das mir sehr sinnvoll erscheint. Hat der Gegner dich mal wieder fest im Griff, sei es am Boden, oder im stehen, kannst du per schnelles Knopfdrücken den Haltegriff /die Schläge deines Gegners verkürzen, so dass er dich schon schneller loslassen muss, als ihm lieb ist. Gerade wenn man mit Freunden spielt bringt das sehr viel, denn um so schneller du drückst, desto weniger bekommt dein Kumpel für seine Aktion an Power, da er dich ja wieder loslassen musst. Falls du nicht wie wild auf deinen Buttons haust, könnte er dich stundenlang fest im Griff halten und so ist kräftiges Knopf drücken natürlich vorprogrammiert. Du kämpfst dich also weiter und verfolgst die zugegebenermaßen nicht gerade berauschenden Story, die aber Abwechslung bietet. So kommt es im weiterem Spielverlauf sogar zum Eklat, als zwei wirklich gut bestückte und bezaubernd aussehenden Frauen in den Ring steigen, um um dich zu kämpfen und dein Herz zu erobern (eine wirklich gute Alternative, das sollten alle Frauen so machen). So kommst du in den Genuss eine der zwei Frauen zu steuern und dich mit ihnen zu prügeln und sich die hohen Absätze ihrer Stöckelschuhen in die Fissage zu rammen, was wirklich Fun bringt und die schön anzusehenden Modelle der Protagonistinnen tragen ihr übriges dazu. Im spätern Verlauf des Spiels verändert sich sogar dein Charakter, er bekommt ein anderes Aussehen (kurz geschorene Haare, bessere Klamotten) und wirkt “härter“, was eine schöne Idee ist! Nach jedem Kampf bekommst du eine Statistik zu Gesicht, die dir bekannt gibt wie viel du bei deinem Kampf an Geld gewonnen/verdient hast und eine Endnote sagt dir, wie gut du warst! Die Schauplätze sind sehr kreativ. Du steigst entweder mal in einer Fabrikhalle, unter einer Autobahnbrücke oder auf einem Hausdach in den Ring, wobei dies nur eine kleine Auswahl ist.
Jeden Gegner den du im Story-Modus besiegen konntest, ist nun auch für dich frei zugänglich. Des weiteren kannst du noch Bilder von schönen Frauen frei schalten und etliches mehr.
Neben den Storymodus gibt es für den Einzelspieler noch das Survival. Hier heißt es du gegen den Rest der Welt. Hast du es geschafft alle zu besiegen winkt eine Belohnung.

Das Tutorial macht dich mit der Steuerung vertraut. Wobei du hier nichts machen musst außer zu zugucken. Denn netterweise werden dir Filmchen vorgespielt, an denen dir mit Hilfe einer Stimme die verschiedenen Tricks erklärt werden. So ganz nebenbei gibt man dir hier auch noch ein paar Tipps um ein Matsch für dich zu entscheiden.
Nun ja und sonst gibt es noch die Option, die Gallery in der du dir die freigespielten Bilder in Ruhe reinziehen kannst und die High Scores in denen du dich, falls du gut bist, verewigen kannst.

Natürlich gibt es auch noch einen Mehrspielermodus indem es die üblichen Varianten für Mehrspieler begeisterte gibt. Also entweder du trittst gegen einen Freund an, oder du kämpfst mit einem Freund gegen den Computer, oder ihre bestreitet den Tag Team Modus und kämpft zwei gegen zwei, mit abklatschen, oder aber ihr kämpft jeder gegen jeden. Egal welche Variante ihr nehmt, immer läuft das Geschehen flüssig und ohne Geschwindigkeitseinbüßen. Das einzige was du bei Multiplayer einstecken musst, sind die Zeitlupen- und Nahaufnahmen. Da die Kamera ja für jeden Spieler, jederzeit ersichtlich sein muss, musst du auf solche Schmankerl leider verzichten. Doch trotzdem kannst du immer noch deine Specialmoves ausführen, die auch ohne Nahaufnahme immer noch spektakulär aussehen. Schade ist nur, dass man keine Baseballschläger, Stühle oder sonstige Sachen aus dem Publikum holen kann, wie man das eigentlich von vielen Spielen dieser Art gewohnt ist. Richtig stören tut dies nicht, auch nicht im Singleplayer-Modus.


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Review:
Def Jam Vendetta

Hersteller
Electronic Arts
Genre
Fighting
Version
PAL Version
Speicherplatz
2 Blöcke
Spieler
1-4
Altersempfehlung
Ab 16 Jahre

60-Hz Modus
Wird unterstützt
Dolby Pro Logic II
Wird nicht unterstützt
Online Support
Wird nicht unterstützt
GBA-Link Modus
Wird nicht unterstützt

Release
erschienen
Preis
59,95