Review von M. Kleditzsch (mail) | 09. Mai 2002 | PAL Version
Burnout ist, wie schon im Preview erwähnt, ein direkter Port
der PS2 Version. Es erscheint auf allen drei Next-Generation-Konsolen
und viele von euch werden jetzt sagen: "Puh, schon wieder so ein Spiel
was nur zum Geld-machen entwickelt wurde". Um eines schonmal vorweg zu
nehmen: Das ist es nicht (nur).
Gameplay:
Die Jungs von Criterion Games haben mit Burnout nämlich ein grundsolides,
schick anzuschauendes Rennspiel geschaffen, welches ohne große negative
Punkte daherkommt. Für alle die, die es noch nicht wissen:
Das Spielprinzip bei Burnout liegt darin, andere Fahrer zu
"rammen" und dadurch Geld zu verdienen, aber gleichzeitig
auch in einer bestimmten Zeit einen Parcours abzufahren.
Hört sich komisch an, ist es aber nicht.
Im Spiel selber kann man ein Einzelrennen, eine Meisterschaft und ein
Time-Trial Rennen fahren. Weiterhin kann man unter "Spezial" Crash-Videos
von sich selber bestaunen. Die Meisterschaft ist auch Durchschnitt.
Man kann Strecken und / oder Fahrzeuge freispielen und durch
die Crashes verdient man Geld. Burnout belegt auf einer Memory Card 15 Blöcke.
Für ein Autorennspiel ziemlich viel aber wenn man es einmal gespielt
hat ist es dies auch Wert. Vor allem im Multiplayer (leider nur bis zu 2 Spieler)
macht das Rennen einen unglaublichen Spaß und auch die
Geschwindigkeit kommt bei diesem Racer voll und ganz durch
(nicht wie bei einigen PS2 Spielen). Man spürt richtig den
Fahrtwind und die Autos auf der gegnerischen Fahrbahn sausen an
einem vorbei. Man kann das Spiel also geetrost als das beste
Rennspiel auf dem GameCube bezeichnen!
Steuerung:
Das Gameplay von Burnout ist - wie bei eigentlich jedem GameCube Spiel -
unglaublich simpel. Man erwartet zwar von einem Arcade-Racer
auch keine unglaublich komplizierten Fahrweisen etc.
aber Burnout ist eigentlich eines der parade-Beispiele
für einfache Steuerung.
Grafik:
Von der Grafik kann man eigentlich nicht all zu viel erwarten
da die Engine im Vergleich zur PS2 Version zwar aufpoliert wurde,
das Spiel aber auch auf der XBOX erscheint, welche die gleiche Engine
nutzt. Das heißt das Spiel nutzt die GameCube Hardware nicht voll aus
und kann deswegen nicht als "Grafik-Meilenstein" bezeichnet werden.
Viel Wert haben die Entwickler auf die Darstellung der Crash-Sequenzen
gegeben. Man muss sich jeden Crash drei Mal in der Wiederholung ansehen
bevor man ab dem nächsten Checkpoint weiterfahren kann. Das wirkte für
mich auf die Dauer ein bisschen nervig, aber immerhin schön spektaktulär.
Man könnte meinen die Entwickler haben sich grafiktechnisch
ein bisschen an Wave Race orientiert. In etwa auf diesem Niveau (oder ein bisschen
darunter) liegt Burnout.
Sound:
Der wirklich einzige richtige Kritikpunkt (welcher auch eigentlich
kein "schwerer Fehler" ist) in Burnout ist der Sound. Die Sound-Effekte sind
damit nicht gemeint. Diese sind einwandfrei und auch sehr schön gemacht. Nur
die Musik ist im wahrsten Sinne des Wortes auf "unterstem Niveau". Man meint
vor einem GBA Game zu sitzen. Die schreckliche Synthesizer MIDI Mucke geht
einem schon nach 10 Sekunden (dann fängt die Widerholung des jeweiligen
Stückes an) auf die Nerven. Nachdem man im Optionen Menue diese aber ausgestellt
hat ist das Spiel wirklich gut! Es gibt nichts vergleichliches auf dem Cube.
Fazit:
Die Spieler, die zwischendurch mal ein cooles Rennspiel
zocken wollen oder die mal mit einem Freund ein Rennen
fahren wollen sind bei Burnout bestens aufgehoben! Alle
Simulations-Fans werden das Spiel mit gemischten Gefühlen
angehen, da es ja auf der einen Seite ein super Schadensmodell
hat aber auf der anderen Seite sich wie ein Arcade-Racer spielt.
Jeder der auch mal mit drei oder vier Spielern bei einem Rennspiel
Spaß haben will sollte sich WaveRace kaufen. Dem Rest sei dieser Titel
ans Herz gelegt. Er steht bei mir in der Top 3 der Arcade und Multiplayer
Games auf Platz drei nach Super Smash Bros. und Super Monkey Ball.
Von M. Kleditzsch
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| 7.5 | Grafik Multi-Konsolen Grafik mit Stärken und keinen nennenswerten Schwächen | |
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| 7.8 | Sound Motoren-Geräusche und Wind sind gut zu hören. Musik lässt zu Wünschen übrig | |
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| 8.5 | Spielspass Multiplayer und Arcade-Player sagen top, Simulations-Freunde sagen Flop | |
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| 8.4 | Gesamt | |
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