Driven
Review von M. Kleditzsch (mail) | 05. Juni 2002 | PAL Version

Mach es wie Sylvester Stallone in seinem Kinoerfolg (anm. der Red.: Kinoerfolg...) DRIVEN und tritt auf acht atemberaubenden Strecken wie Angels Bay in Californien oder der Champs-Elysées in Paris an.

Weshalb ich die Worte der Verpackung von DRIVEN zitiere? Es ist hinlänglich bekannt dass Spiele die nicht viel hergeben auf den Packungen immer in den Himmel gelobt werden. Nicht ohne Grund steht auch auf dieser Packung kein Zitat der N-Zone oder der Maniac sondern nur erfundene Kommentare...

Gameplay:
Driven an sich ist ein Spiel zum Film. Und es erfüllt vor allem alle Klischees die es in dieser Richtung gibt. So wollte BAM! wohl wirklich nur die schnelle Kohle mit einem (schlechten) Spiel über einen (auch schlechten) Film machen. Weiter im Text. Das Spiel besteht generell aus drei Modi. Dem Arcade-, dem Film- und dem Mehrspieler Modus. Die einzelnen Modi teilen sich untereinander noch einmal auf. Der Arcade Modus besteht aus dem einzelnen Arcade-Rennen und einer Meisterschaft. Die Meisterschaft ist sehr klassisch gehalten. Ein paar Rennen, wer Erster wird erhält Punkte, der Zweite und Dritte entsprechend weniger. Der Rest geht leer aus. Wer am Ende die meisten Punkt hat gewinnt. Das Einzelrennen bedarf wohl keiner Erläuterung. Der Film Modus wird Story mäßig erzählt und ist an dem Film angelehnt. Die Story wird durch Comics mit kleinen "bewegten Abschnitten" welche aber auch im "Cell-Shading-Look" gehalten sind voran getrieben. Alles in allem sehr schlecht gemacht, aber erstmal weiter. In diesem Film Modus gibt es verschiedene Verfahrensweisen. Zum Beispiel eine Stadtverfolgung, ein normales Rennen, eine "Blockade" (man muss einen Team-Kameraden beschützen) oder auch ein Kopf an Kopf Rennen. Der Multiplayer Modus, welcher nur zwei Spieler unterstüzt, umfasst den kooperativ-Modus bei den Meisterschaften und die "Einzelrennen".

Steuerung:
Um eines vorweg zu nehmen: Driven ist das mit Abstand schlechtest zu steuernde Spiel auf dem GameCube. Die Reaktionszeiten und die Ungenauigkeit sind mehr digitaler als analoger (Steuerungs-) Natur und gleichen den Reaktionszeiten von senilen 80 jährigen. Ich fahre und lenke und erst wenn ich voll anschlage geht circa zwei Sekunden der Wagen in die gewünschte Richtung. Unglaublich schrecklich. Das Spiel ist alleine wegen der Steuerung nicht zu empfehlen. Aufgrund der unspektakulären Steuerung machen wir uns auch nicht die Mühe diese hier mit einem Bild zu präsentieren.

Grafik:
Die Grafik ist - ähnlich der Steuerung - auch daneben. Man muss sich erst einmal mit der Pseudo-Cell-Shading Story zurechtfinden bis man auf die Strecke darf und dort nur Pixelhaufen als Bäume und Zuschauer findet und Straßenverzierungen sind auch sehr selten zu finden. Schlechtes Mittelmaß. Irgendwo zwischen Tarzan und Nichts anzusiedeln. Einzig gut sind die Spiegelungen auf den Fahrzeugen.

Sound:
Fällt nicht besonders auf... Ist billigster Techno-Sound, aber nicht so schlimm wie bei Burnout. Die Soundeffekte sind unter aller Kanone und hören sich an wie ein mit Diesel betankter Roller.

Fazit:
Von der Grundidee her ein 1A Spiel. Viele Spielmodi und eine nette Story verpackt in einem "Comic-Cell Shading Mix" mit ein bisschen Action und viel Rennspaß. Jedoch entpuppt sich das Spiel steuerungsmäßig und auch grafisch als totaler Flop. Wer gerne sein Können mit einer gehörigen Prise schwammiger Steuerung testen möchte kann sich dieses Spiel gerne kaufen. Mein Fall - und der der meisten Menschen - ist es wohl eher nicht. Der Sound - und vor allem die Effekte - nerven an diesem Spiel leider auch sehr.

Von M. Kleditzsch
6.2Grafik
Schlechte Strecke / Zuschauer - Mittelmäßig bis gute Lichteffekte auf den Fahrzeugen
5.8Sound
Schlechter Techno / Schreckliche Effekte
6.9Spielspass
Viele verschiedene Modi, schlechte Steuerung drückt vieles runter / Mehrspielerbonus
6.4Gesamt

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