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Sehr spaßig ist auch der Einsatz der Machtkräfte im Multiplayer, wo man mit einem menschlichen Mitstreiter gegen bis zu 10 Bots antreten darf. Die Bots sind allesamt Figuren, die auch im Spiel vorkommen. Jeder Bot hat eine kurze Geschichte und verschiedene Fähigkeiten. Der Oberböse Desann wird auch immer höher in den Rankings stehen als ein kleiner Stormtrooper.
Die Quake 3-Engine sollte ja ziemlich bekannt sein, was ihren Einsatz im Multiplayer-Spiel angeht, hier auf dem GameCube gibt sie aber ihr Debüt. Die Bots reagieren durchweg logisch und in den verschiedenen Spielmodi (Free for all, Teams, Capture the flag...) kommt man teilweise ganz schön ins Schwitzen.
Das praktische Herumkommandieren der Bots, zu dem man bei der PC-Version in der Lage ist, fehlt hier leider, was aber erst das erste Manko der Konvertierung ist.
Als Bonus gegenüber der PC-Version gibt es hier einen neuen Level, der erst nach Durchspielen des Ein-Spieler-Modus freigeschaltet wird. Ansonsten kann man nun auch die Lichtschwerter im Arena-Modus verbieten. Spielt man den Ein-Spieler-Modus, schaltet das Beenden eines Levels neue Charaktere und Arenen frei.
Es sei noch gesagt, dass das Spiel komplett deutsch ist - das Abschneiden von Körperteilen mit dem Lichtschwert ist also auch nicht möglich (im Gegensatz zur amerikanischen Version).
Auf der Hardware-Seite werden drei Speicherblöcke für die Spieleinstellungen und je 24 Speicherblöcke pro Safegame benötigt! Dafür darf man aber auch immer und überall speichern.
Steuerung:
Die Steuerung ist sicherlich das allergrößte Manko des Spiels.
Für einen Shooter wurde die ideale Doppel-Analog-Steuerung gewählt, die auch großzügig verändert werden kann. Die beiden Feuermodi der Waffen können gut ausgewählt werden und auch springen und Schalter drücken klappt sehr gut.
Erster Schwachpunkt ist dann, dass man den Daumen zum ducken braucht und sich nicht mehr voll bewegen kann. Hier wäre z.B. die Z-Taste besser gewesen.
Dann das Leid mit den Machtkräften. Diese können hervorragend in den Kämpfen eingesetzt werden, dies gelingt aber kaum, da man nur eine Machtkraft (abgesehen vom Springen und den passiven) zur Zeit auswählen kann. Ein schneller Schubs und anschließendes Rösten mit dem Blitz ist kaum möglich.
Hier leidet auch das Multiplayer-Spiel darunter: die Bots können rumforcen wie sie wollen, der Spieler muss leider immer durch alle Kräfte schalten, bis er endlich die gewünschte gefunden hat.
So entwickelt das Spiel leider nicht das Potential wie auf dem PC, wo jede Machtkraft auf eine Taste gelegt werden konnte.
Grafik:
Leider merkt man, dass die Q3-Engine schon einige Tage auf dem Buckel hat.
Die Wandtexturen sind allesamt etwas langweilig, vielleicht, weil man sie auch schon aus den Filmen kennt. Trotzdem wirkt alles sehr stimmig. Ein richtiges Star Wars-Feeling ergibt sich auf jeden Fall - in den Bars oder der Wolkenstadt auf jeden Fall.
Toll sind auch die Glanzeffekte der Q3-Engine, die man besonders auf den Türen und Computermonitoren erkennt. Wer aber die Wassereffekte von Super Mario kennt und die Pflanzen von Yavin mit denen vom Dinosaur Planet vergleicht, der kommt sehr schnell ins Gähnen. Hier zeigt sich wieder, dass es sich "nur" um eine PC-Konvertierung handelt.
Was beim Vorgänger noch echtes Video mit richtigen Schauspielern waren, sind bei Jedi Outcast leider nur noch FMVs mit der Spielgrafik, die nicht gerade berauschend wirken. Ein paar wenige Zwischensequenzen heben sich davon ab, dort werden aber nur Flugszenen gezeigt.
Die Charaktere sind auf gewohnt hohem Lucasarts-Niveau. Dazu kommen die tollen Lichtschwerteffekte. Auch wirken manche Partikel-Effekte bei der niedrigen Fernseher-Auflösung einfach besser als auf einem PC-Monitor bei 1024 x 768-Auflösung.
Trotzdem ist das Spiel durchweg sehr gut designt. Die Außenlevel hauen einen zwar nicht vom Hocker, gefallen aber trotzdem. Dass die Engine trotzdem manchmal ins Stocken gerät, ist schon unverständlich.
Sound:
Lucasarts' Spiele waren schon immer für ihre hohe Soundqualität bekannt und Jedi Outcast tut dem keinen Abbruch. Ein schöner orchestraler Soundtrack, der sich dynamisch den Situationen anpasst liegt über allen Levels, die deutsche Sprachausgabe überzeugt auch. Die Sounds aus dem Spiel sollten durchweg aus den Filmen bekannt sein.
Die Schreie der getroffenen Aliens auch - wie auch in den Filmen reden sie nicht Englisch oder Deutsch, sondern ihre eigene Sprachen. Die Sturmtruppen lassen ihre gewohnten Sprüche durchs Helmmikrofon hören: "Schickt mir Verstärkung!" oder "War da nicht eben etwas?"
Fazit:
Auf dem PC war dieses Spiel einmal das Maß aller Dinge, die Konsolen-Konvertierung kann sich durchaus aufgrund der tollen Story und des Spielspaßes sehen lassen, vergleicht man sie aber mit ihrem Vater, verblasst der GameCube neben dem PC.
Dies liegt hauptsächlich neben der abgespeckten Steuerung, wobei die Grafik lange noch nicht auf GameCube-Niveau liegt.
Der Arenen-Modus macht wegen den intelligenten Bots auch alleine Spaß, wer tolle Machtgefechte erwartet muss sich aber leider etwas einschränken.
Von M.Kallhardt
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| 6.4 | Grafik Leider kaum Neues, nur Altes vom PC | |
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| 8.0 | Sound Wie gehabt hohes Niveau | |
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| 8.2 | Spielspass Schönes Spiel, das leider nicht das Feeling des Originals erreicht | |
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| 7.8 | Gesamt | |
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