So, den Match-Modus habe ich nun ausführlich beschrieben. Also widmen wir uns den weiteren Spielmodi.
Das Stroke-Spiel und die Mini-Games sind jeweils für bis zu 4 Spieler, wobei es beim Stroke-Spiel darum geht den besten Score zu erreichen. Die Mini-Games sind recht gut und machen zu viert aber auch alleine wirklich Spaß, leider kann man aber nur ein Mini-Game mit bis zu vier Spielern spielen und zwar “An die Fahne“. Hier musst du auf neun Löchern versuchen, mit einem Schlag, näher mit dem Ball am Loch zu sein, als deine Mitspieler. Was wirklich kurzweilig sehr amüsant ist, nur leider nicht super lange motiviert. Alleine kannst du bei den Mini-Games verschieden Missionen lösen, wie zum Beispiel mit einer bestimmten Anzahl von Schlägen den Ball zu versenken.
"Überleben" ist auch nur für einen Spieler ausgelegt. Hier besteht deine Aufgabe darin, so viele Gegner wie möglich auszuschalten. Dies geschieht aber nicht indem du sie abballerst oder mit dem Golfschläger K.O. haust, hier heißt es einfach nur: Besiege sie mit den wenigsten Schlägen. Bei dem Stroke-Spiel und dem Match-Spiel geht es schön zur Sache, denn hier zeigt sich eine der wahren Stärken von Ace Golf. Der Mehrspielermodus erinnert an die spaßigen Stunden die man mit Mario Golf verbracht hat. Zwar kann man bei Ace Golf leider keinen Mini-Golf Pakur bestreiten, doch wir wollen ja auch nicht unbedingt einen billigen Klon von Mario Golf, sondern etwas neues, frisches. Doch dies bietet uns das Spiel leider nicht. Aber was soll es? Hauptsache der Fun ist gegeben und der kommt nun wirklich nicht zu kurz. Es ist einfach zum schießen, wenn dein Freund den Golfball nicht richtig trifft und dieser so, schräg in die Bäume fliegt. Das witzige ist, wenn dir dann ein Schlag später genau das gleiche passiert, was schnell geschieht. Denn die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig und es hat nicht unbedingt etwas mit Können oder nicht Können zu tun, ob der Schlag gut war oder nicht, manchmal hat man eben einfach Pech, weil man vom Stick abrutscht. So sind nicht immer hundertprozentig gute Schläge zu erwarten, was durchaus positiv ist und so den Spielspass um einiges erhöht. Es darf immer gerade derjenige, der mit dem Golfball am weitesten vom Loch entfernt ist, den nächsten Schlag ausführen. Ein Kumpel von mir hatte das Privileg, vier mal hintereinander zu kicken. Wir haben uns krank gelacht, der hat es einfach voll nicht gecheckt. Entweder ist sein Ball immer wieder in ein Graben, oder ins Wasser gefallen. Zum Schluss hat er es sogar soweit gebracht, dass der Golfball so dumm lag, dass er unspielbar war und er somit schon vorzeitig verloren hatte. Du kannst deine Mitspieler auch irritieren. Fast jeder Knopf deines Pads dient, falls dein Freund mit dem Schlagen an der Reihe ist, dazu, ihm einen Spruch zu verpassen, der ihn dann kurz vor dem Schlag provozieren und aus der Ruhe bringen soll. Was er auch tut. Die Sprüche sind zwar nicht sehr kreativ, doch es nervt schon gewaltig, wenn man sich auf den Schlag vorbereiten will und du rechts und links neben dir die ganzen Idioten von Freunden hast, die wie Geisteskranke auf die Knöpfe hauen und dich dabei total bescheuert grinsend anschauen. Das einzige was du vor deinem Schlag hörst, sind die nicht auf zu hören wollenden Sprüche. Bei mir ging es dann soweit, dass ich den Sound am Fernseher einfach ausgemacht habe. Tja und dann habe ich denen gezeigt was ne Harke ist und einen beeindruckenden Schlag hingelegt. Danach war dann auch erst einmal Ruhe mit Sprüche klopfen.
Das Beste ist das putten zu viert. Du und deine Freunde sind kurz vor dem Loch und alle versuchen als Erster den Ball zu versenken. Nur klappt das bei den meisten nie so wie es soll. Da liegt der Golfball nur ein Meter vom Loch entfernt und dein Freund ist sich schon siegessicher, schlägt, reist die Arme in die Höhe, zeigt mit den Finger auf uns und lacht. Plötzlich wundert er sich warum wir dasselbe wie er tun, auf ihn zeigen und lachen. Nun merkt er, dass der Ball wirklich nur Millimeter vor dem Loch liegen geblieben ist. Wir zeigen ihm natürlich mit einem “oohhh“, das es uns ja so leid tut. Doch selbst das herzzerreisende Stöhnen seines Caddys kann ich nicht mehr aufheitern. Doch mein Freund braucht sich gar keine Sorge zu machen und zu denken er hätte das Spiel schon verloren, denn danach sieht es weiß Gott nicht aus, da wir anderen mal wieder nicht viel besser sind. Bei dem einem springt der Ball ins Loch und wieder hinaus, oder er landet doppelt soweit weg wie zuvor usw. Man kann wohl leicht erkennen, dass dieses Spiel wirklich unerwarteten Spaß macht.

Natürlich muss ich dabei sagen, dass der meiste Spaß am Anfang aufkam, wo man noch nicht so gut und sicher war. Das soll jetzt nicht heißen das es danach langweilig geworden ist. Nur ging der Spaß dann wirklich nur minimal runter, weil man eben treffsicherer wurde und nicht mehr so viele Bälle verhaute. Zum Abschluss möchte ich noch vorbringen, dass das Spiel trotz des Manga-Looks realistisch ist. Der Ball verhält sich, wie er es auch in Wirklichkeit tun würde und auch die Bewegungen der Golfer und des Schlägers stehen den Realen in nichts nach. Schade ist nur, dass die verschiedenen Wetterbedingungen, so scheint es jedenfalls, den Spielverlauf nicht sonderlich, oder gar nicht verändern. Mir kam das Verhalten des Balls bei strömendem Regen genauso vor wie bei Sonnenschein. Ich kann mich aber auch täuschen. Es kam einfach nicht ganz klar heraus.

Steuerung:
Die Steuerung ist ziemlich leicht verständlich, doch man muss sich trotzdem erst daran gewöhnen. Eure Haupttätigkeit werdet ihr mit dem C-Stick ausüben müssen, denn dieser dient zum Schlagen. Um einen Schlag aber möglichst perfekt auszuführen, müsst ihr den C-Stick nach unten ziehen, solange unten halten bis der Schlag eure gewünschte Stärke hat was an anhand einer Anzeige auf dem Bildschirm zu sehen ist, und ihn dann möglichst gerade und schnell nach oben bewegen, ohne nach links oder rechts abzudriften. Hört sich kompliziert an, ist es auch. Nein nicht wirklich. Es ist anfangs nur schwer den Stick gerade von unten nach oben zu bewegen, aber irgendwann hat man den Bogen raus und man schlägt einen exzellenten Schlag nach dem anderen, obwohl manchmal auch Pech mit im Spiel ist zum Beispiel wenn du abrutscht.
Der Rest der Steuerung gestaltet sich eigentlich genau so einfach. Mit L und R kannst du deinen Schläger wechseln und die restlichen Buttons dienen meistens nur um die Perspektiven zu ändern oder zu provozieren. Mit dem Control Stick könnt ihr dann die Flugbahn, Weite etc. eures Balles bestimmen! Eine weitere Möglichkeit ist das anschneiden des Balles, welches ihr mit dem Digitalen Steuerkreuz bewerkstelligen könnt! Einfach nach oben, unten, links oder rechts drücken und schlagen. Ihr seht also nichts Weltbewegendes.



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