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Steuerung:
Die Steuerung ist intuitiv zu bedienen und gibt kaum Anlass zur Kritik. Mit dem Analog Stick steuert ihr eure Spielfigur, der A-Knopf dient als universeller Action Button. Der B-Button dient zum Aufheben von Gegenständen und als Zurück Knopf in den Menüs. Mit Y öffnet man das umfangreiche Inventarmenü, X zeigt den informativen Kartenbildschirm. Mit dem C-Stick lässt sich die Kameraperspektive innerhalb eines Hauses minimal verändern. Die beiden Schultertasten dienen zum Rennen und werden beim Schreiben eines Briefes bzw. beim Schalten durch das Inventar benötigt. Der Z-Button wird lediglich von den NES Spielen verwendet.
Animal Crossing wird mit beigelegter Memory Card 59 ausgeliefert, diese bietet Speicherplatz für eine Stadt mit insgesamt vier Spielcharakteren. Jede weitere Stadt benötigt 58-61 Speicherblocks. Die Lade- und Speicherzeiten der Spielstände fallen mit etwa zehn Sekunden sehr lang aus, der Spielverlauf wird dafür zu keiner Zeit von Nachladeunterbrechungen gestört.
Grafik:
Technisch mag die Grafik von Animal Crossing ja nicht mehr viel hermachen, trotzdem ist der Titel derart liebevoll und detailverliebt designt, dass man über dieses Manko hinwegsehen kann. Außerdem ist Animal Crossing ein Spiel in dem der Spielspaß und nicht die Grafik im Vordergrund steht. Die vorwiegend bunte Grafik wird mit einer soliden 3D Engine aus festgesetzt isometrischer Perspektive dargestellt. Stellenweise ist die Kameraperspektive etwas unglücklich geraten und man bleibt schon mal an einem Baum hängen, bevor die Kamera in den nächsten Spielfeldabschnitt nachschwenkt. Insgesamt wäre eine schwenkbare Kamera doch erwünschenswert gewesen, so bleiben nun manche Gegenstände hinter Häusern oder Bäumen verborgen. Zum Glück erscheint immer eine Sprechblase, sobald man auf einem Gegensand stößt - mit ein wenig Sucherei lässt sich somit alles auffinden. Innerhalb von Häusern ist die Kamera minimal beweglicher, es lässt sich ein wenig hineinzoomen, sowie nach links und rechts schwenken.
Insgesamt dominieren schlicht und schön gezeichnete Spielfiguren und Objekte, bis auf den ein oder anderen Transparenzeffekt entbehrt der Titel jeglichem Effektgewitter. Zeigt sich die Umgebung zu Spielbeginn noch recht eintönig, weiß Animal Crossing im Verlauf mit seinen schier endlos vielen verschiedenen Gegenständen zu begeistern. Die Spielfiguren sind liebevoll texturiert, die ausgefeilte Gesichtsmimik verrät den jeweiligen Gemütszustand der einzelnen Mitbewohner. Dies wird durch kleine zusätzliche Gimmicks wie z.B. eine Gewitterwolke oder ein Fragezeichen über dem Kopf noch verstärkt. Zoomt die Kamera heran, wie z.B. bei Gesprächen, schwächelt die Grafik mit schwammigen und ansatzweise pixeligen Texturen. Bei den Mitbewohnern handelt es sich durchweg um Tiergestalten, vom Hund über Vogel und Katze bis hin zum Pinguin sind viele verschiedene Spezies vertreten. Auf den ersten blick mag dies kindisch wirken, jedoch gibt es dem Spiel einen ganz eigenen Stil.
Dennoch bleibt die Grafik deutlich unter GameCube Niveau, mit hochauflösenderen Texturen wäre sicherlich noch etwas mehr herauszuholen gewesen.
Sound:
Der Sound ist sicherlich der misslungenste Anteil am gesamten Spiel. Durchgehend läuft eine etwas nervige, Elevator-Music ähnliche, Hintergrundmelodie, auf die man nach einer Weile aber nicht mehr achtet. Da hätte man sich wirklich etwas Besseres einfallen lassen können. Richtige Sprachausgabe gibt es auch nicht, die Tiere nuscheln nur verzerrt- beschleunigte Worte vor sich hin; zum Glück gibt es Sprechblasen zum Nachlesen. Ansonsten bietet Animal Crossing durchschnittliche Soundeffekte, zeigt sich aber an einigen Stellen genauso detailverliebt wie die Grafik: unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten wie Schnee oder Sand bieten ein anderes Klangbild, gefangene Fische zappeln geräuschvoll in den Händen, für die heimische Stereoanlage werden verschiedene Musikhits angeboten. Diese bietet K.K Slider jeden Samstag ab 0.00 in die Stadt an. Zudem gibt es in der Stadt noch ein Melody Board, an diesem könnt ihr eure eigenen Melodie komponieren. Diese Melodie erklingt dann leise, sobald ihr euch mit einem Mitbewohner unterhaltet. Insgesamt ist der Sound nicht gerade berauschend und stellenweise einfach zu eintönig - passt aber irgendwie doch zum Spiel.
Fazit:
Schlichtweg genial oder einfach nur Kinderkram?
Animal Crossing ist wohl das fantasievollste "Real Life Adventure" auf dem Markt. Der Suchtfaktor ist enorm: Man setzt sich nachmittags hin um nur kurz das ein oder andere zu erledigen - bevor man sich versieht, bleibt man dann aber doch gleich mehrere Stunden an Animal Crossing hängen. Nach und nach wird man Selbst zum Teil des Spieles und fängt an kleine Zettelchen zu schreiben, auf denen man wichtige Termine notiert oder aufschreibt welcher neue Teppich noch in der Sammlung fehlt - das Gameplay ist faszinierend und schlicht genial. Animal Crossing ist ein niemals endendes Spiel und genau so endet auch nie der Spaß am Spielen.
Dennoch bleibt Animal Crossing Geschmackssache, wer mit dem Genre und dem abgefahrenen Look nicht viel anfangen kann, sollte lieber nicht zugreifen.
Von M.Wagner / Igor B.
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| 6.5 | Grafik Abgefahren und knallbunt, technisch gesehen nur mittelmäßig | |
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| 6.0 | Sound Passend, aber auf die Dauer zu eintönig | |
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| 9.5 | Spielspass Ein niemals endendes Abenteuer mit sehr hoher Langzeitmotivation | |
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| 7.3 | Gesamt | |
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