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Rayman 3: Hoodlum Havoc
Review von D.Wackerbauer (mail) | 01. März 2003 | PAL Version

Wer kennt ihn nicht, den guten alten Rayman? Das Maskottchen von Ubi Soft, der französischen Spielschmiede. Der “Mann“ ohne Arme und Beine ist, wenn wir mal ehrlich sein sollen, der einzige wirklich echte Konkurrent von Nintendos Mario (die interne Konkurrenz Banjo Kazooie, Donkey Kong nicht mitgezählt) und mit einer der bekanntesten Figuren. So trieb Rayman auch schon auf dem N64 sein Unwesen und machte Mario mächtig dampf unterm Hintern. Nicht alleine die ausgezeichnete Grafik wusste zu begeistern auch das Gameplay zeigte damals, das man es tatsächlich mit Mario aufnehmen konnte. Nun kommt Rayman zum dritten Mal (eigentlich erst das zweite Mal) auf Nintendos Konsole und da es bis jetzt noch nicht wirklich ernste Konkurrenz zu Mario Sunshine gibt, ist natürlich klar, dass Rayman sich anschicken wird den Jump’n’Run Thron zu erobern. Den Daten zufolge soll dieser Teil gar noch besser sein als sein Vorgänger. Eine ausgefeiltere Story, mehr Superkräfte für Rayman und ne super Grafik versprachen die Entwickler. Außerdem ließ man verlautbaren das Rayman nun nicht mehr so knuddelig und niedlich ausfallen soll wie zuvor, sondern auch die älteren Spieler sollen sich von dem Titel angesprochen fühlen Ob die Versprechungen eingehalten wurden und Marios Hinter zu dampfen angefangen hat könnt ihr nun nachlesen.

Gameplay:
Ich starte das Spiel und komme sofort zur Sprachauswahl. Ich wähle, wie soll es auch anders sein: Deutsch. Nachdem das geschehen ist, folgt ein kleines Intro, das Rayman zeigt, wie er sich gegen verschiedene Gegner zu wehr setzt. Dabei erblicke ich wirklich erschreckend große Bosse und Hoodlums, die sich auf Rayman stürzen und mich schon erahnen lassen, dass ich es wohl nicht leicht haben werde. Nachdem mir noch ein paar Szenen gezeigt werden, stoße ich zum Menü und starte ein neues Spiel. Bevor es los geht noch ein kleiner Blick auf die Story wie alles begann.
Im friedlichen Land der Träume geht es ganz unbeschwert wie eh und je her. Keine Sorgen, sonder nur Glück, Ruhe und Zufriedenheit herrschen. Doch dies ändert sich eines Tages, als sich ganz unerwartet ein roter Lums in eine kleine, flauschige, aber extrem bösartige und gefährliche schwarze Kugel verwandelt. Seit dem ist nichts mehr so wie es einmal war. Die schwarze Kugel, dessen Name Andre ist, will die Welt erobern und das versucht er indem er alle roten Lums in schwarze verwandelt, die dann das Fell der Tiere stehlen und daraus Uniformen weben. So entsteht die Armee der Hoodlums, die nun großes Unheil über das Land der Träume bringen. Nun geht es auch schon mit einer wunderschönen und überaus unterhaltsamen Sequenz los. Wilde Kamerafahrten und Schwenker erwarten mich. Die schwarzen Lums düsen durch die Luft und stehlen das Fell von einem “Tier“ (sehr witzig) daraus “nähen“ sie sich ein Monster und verfolgen eine kleine Fliege die alles beobachtet hat. Diese stößt dann prompt gegen den schlafenden Rayman. Beim weiteren Versuch, zusammen zu flüchten, verliert Rayman die Fäuste. Diese Schuld kann Globox zugesprochen werden, dem dusseligen Freund von Rayman. Hier endet die Sequenz und plötzlich bist du mit der komischen Fliege, die einen stark an Puck die Stubenfliege erinnert, in der Luft und darfst selbst steuern. Du hängst also an der Fliege, die sich später mit dem Name Murfy vorstellt, und machst dich mit der Steuerung vertraut (oder besser Murfy macht dich vertraut). Schnell merkst du, dass du es hier mit einem sehr vorlautem, großkotzigem Wesen zu tun hast. Nachdem du ein paar Runden gedreht hast, Felsen und Gegnern ausgewichen bist und Lums eingesammelt hast, wirst du unsanft auf den Boden geschmissen, wo dich dein Freund Globox erwartet und dir deine Fäuste wiedergibt. Nach einem erneutem Smalltalk mit der lästigen Fliege, indem weitere Steuerungstipps bekannt gegeben werden, geschieht das unfassbare. Plötzlich taucht Andre der böse, schwarze Lum auf und wie es der Zufall will, verschluckt der blöde Frosch Globox den Lum, der sich daraufhin in seinem Bauch einnistet. Ab jetzt heißt es also richtig arbeit für Rayman oder eher für mich, denn die übrigen Lums wollen ihren Chef wiederhaben. Zu allem Überfluss bekommt der Lum mit der Zeit auch noch Durst. Das alleine wäre ja kein Problem, doch der garstige Lum besteht auf Pflaumensaft und genau damit fängt das Problem für Rayman und Globox erst richtig an. Der arme Globox reagiert allergisch auf Pflaumensaft und wird das Ganze nicht lange überleben, also müssen wir uns schleunigst auf die Suche nach drei Kleinlingen, den Heilern machen.

So, nun beginnt das wirkliche Spiel. Die erste Welt ist der Feen-Rat, ein Waldreich. Sofort fällt die schöne, Detail verliebte Landschaft auf. Ich kümmere mich als erstes um einen auf mich zu kommenden Gegner, der schnell besiegt ist. Dann höre ich wie es aus Globox Bauch spricht. Andre meldet sich mal wieder zu Wort und droht die Arterien von Rayman’s Freund anzuzapfen, falls er nicht endlich seinen Saft kriegt. Durch dieses Beispiel kann man eigentlich schon gut erkennen, dass das Spiel nicht unbedingt nur auf das jüngere Publikum zugeschnitten ist, wie es von der Grafik und dem Stil her durchaus vorstellbar wäre. Doch die frechen Sprüche und der teilweise sogar schwarzen Humor lassen diesen Aspekt schnell verschwinden und beweisen zugleich das Rayman erwachsen geworden ist. Auch das Äußere vom Hauptakteur hat sich verändert: Er wirkt nicht mehr so niedlich wie zuvor. Ich schlage mich also durch das erste Level, bewundere die Umgebung und besiege Gegner mit Hilfe meiner Fäuste, die ich durch die Gegend schleudere. Globox gibt so manch erheiterten Kommentar ab, der zeigt das er nicht ganz dicht im Kopf ist, was sehr gut durch die Stimme von Guildo Horn hervorgehoben wird, da sie wirklich klasse passt. Auf einmal höre ich ein zarten Hilfeschrei und ich wundere mich wo der nur herkommen mag. Ich sehe mich um und entdecke über mir einen Käfig an einem Ballon. Ich schieße ihn ab und prompt kommen Kleinlinge, die Meister der Magie und des Gesangs sind, zum Vorschein. Sie wurden von den Hoodlums gefangen genommen. Als Belohnung für meine Großtat hinterlassen sie mir eine Büchse (Was soll ich denn mit na dummen Büchse?). Diese Büchse, so wird mir freundlicherweise erläutert, enthält Superkräfte die für den weiteren Verlauf des Spieles sehr wichtig sind. Ja richtig gehört, Rayman wird durch die Büchsen zu “Superman“. Es gibt fünf verschieden farbige Büchsen, die alle eine Montur beinhalten, die unserem Helden die Kräfte vermittelt. Zum einem gibt es die rote Montur, sie ermöglicht dir das sprengen von verschlossenen, dicken Türen. Die grüne Montur erhöht deine Schlagkraft und somit kannst du höher liegende Plattformen herunterhauen. Die gelbe Montur verpasst dir ein Propeller auf den Kopf, mit dem du fliegen kannst. Dann gibt es noch die orange Montur. Durch diese kannst du ein ferngesteuerte Rakete lenken und so in Bereiche vordringen, zu denen man sonst unmöglich gelangen würde. Zu guter letzt gibt es noch die blaue Montur, mit deren Hilfe du einen Enterhaken bekommst. Ähnlich wie bei Link kannst du dich damit an den vorgesehen Stellen einhaken. Diese ganzen Fähigkeiten sind eine erfrischende Neuerung in Rayman und erhöhen den Spielspass ungemein. Dazu kommen natürlich noch die üblichen Sachen wie springen, klettern, klettern zwischen zwei Mauern, tauchen, abrollen und so weiter. Nun heißt es also fleißig Kleinlinge befreien und nicht zu vergessen die ganzen gelben Juwelen einsammeln. Die Juwelen liegen natürlich nicht ohne Grund in der Gegend rum. Hast du ein bestimmte Anzahl eingesammelt schaltest du Bonus Level frei, auf die ich später noch zu sprechen kommen werde.


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Review:
Rayman 3: Hoodlum Havoc

Hersteller
Ubi Soft
Genre
Jump & Run
Version
PAL Version
Speicherplatz
8 Blöcke
Spieler
1-2 (1-4 mit GBA)
Altersempfehlung
Ohne Altersempfehlung

60-Hz Modus
Wird unterstützt
Dolby Pro Logic II
Wird unterstützt
Online Support
Wird unterstützt
GBA-Link Modus
Wird unterstützt

Release
erschienen
Preis
59,95