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Nun lauf ich also weiter durch die Levels, horche auf leise Hilferufe, sammle Juwelen, bringe Globox zu Pflaumensaft Fässern, damit Andre seine Organe nicht aussaugt und schnappe mir rote Energiekreise die meine Power aufladen. Langweilig wird mir dabei nie, denn dafür gibt es zu viele Aufgaben zu bestehen. Immer wieder stellen sich mir Hoodlums in den Weg, die mit meinen Fäusten zusammengeschlagen werden möchten. Doch nicht nur Hoodlums sind gefürchtete Gegner. Eine Hexe, die ich beim scheißen überrasche, ist sauer auf mich und will mich in einen Frosch verwandeln, oder aber ein Hausherr fühlt sich in seiner Ruhe gestört und macht jagt auf mich. Das sieht dann in etwa so aus: Ich komme in ein großes Haus, denke an nichts Böses, da taucht plötzlich der Hausherr, ein Freak, auf und will mich doch tatsächlich als Zielscheibe benutzen und mich abschießen. So etwas lasse ich aber nicht zu also drehe ich den Spieß um und verfolge ihn durchs ganze Haus. Doch der Herr hat ein paar Tricks auf Lager, lockt mich in Räume und verschließt alle Türen, damit er, so denkt er zumindest, ungestört auf mich ballern kann. Fies ist auch, wenn du in einen Raum kommst und die Kamera in die Vogelperspektive übergeht, oder besser in die Perspektive aus welcher der Gegner mich sieht und zwar aus der Zielrohrperspektive. Ja richtig gelesen, der Hausherr lauert mir seelenruhig eine Etage höher auf und ich muss versuchen seinen gezielten Schüssen zu entkommen. Eine recht schöne Idee wie ich finde. In einem späteren Level werde ich urplötzlich von einem Kleinling auf ein paar Zentimeter geschrumpft und nehme in meinem Schuh platz. Ich denke was ist denn nun los. Da sehe ich auch schon wie mein zweiter Schuh wegdüst. Ich mache mich sofort auf dem Weg hinterher und versuche ihn durch mehrmaliges rammen aufzuhalten und ihn zu zwingen hier zu bleiben. Das fällt mir durch meinen Düsenantrieb nicht gerade schwer, so ist diese Aufgabe schnell erledigt und ich wachse wieder auf meine normale Größe.
Jetzt habt ihr mal eine kleinen Überblick über das Spielgeschehen bekommen. Natürlich sind die Ideen nicht Revolutionär und man hat sie so oder ähnlich bestimmt schon in einem anderen Spiel gesehen. Aber sie wissen richtig zu unterhalten und das reicht allemal, zumal Mario in der Hinsicht auch nicht gerade mit glänzenden, neuen Ideen prahlen kann. Die Welten sind, anders als in Mario, in mehrere Abschnitte unterteilt. Das heißt ihr habt keine riesige Welt, sondern mehrere kleine und größere Bereiche zu erforschen, die aber alle von der Umgebung her ineinander fließen. So ist die Route “vorgegeben“ und verirren kommt nicht in Frage. Ladezeiten gibt es dabei kaum, nur vor jeder neuen Welt musst du einen Moment Geduld haben bis es los gehen kann.
Hast du nach jeder Welt ein bestimmte Anzahl an Juwelen gesammelt, erwartet dich am Ende ein Bonus Level in dem du noch mehr Juwelen einsacken kannst. Was aber gar nicht so leicht ist. Du düst mit einer Rakete auf Bahnen entlange und musst von einer zur anderen Hüpfen, denn die Bahnen enden mit der Zeit. Verpasst du eine stürzt du in die Tiefe und darfst es erneut versuchen. Am Anfang war diese Spielchen für mich recht frustrierend, denn da bin ich wirklich fast jede Sekunde runtergefallen, das Handicap ist der Hintergrund. Du rast in eine sich drehende, kunterbunte Röhre die ab und an die Farbe wechselt. Dazu fliegen dir auch noch kitschige Blumen entgegen, so dass typisches Flower Power Flair aufkommt und dich an die siebziger Jahre erinnert. Die eigentliche Schwierigkeit liegt also bei dem Spielchen darin, nicht hypnotisiert zu werden. Was mit Sicherheit geschehen würde, wenn das ganze noch von einer Stimme begleitet würde, die dir gut zuredet die Augen zu schließen und dich zu entspannen. Gott sei dank ist dies nicht der Fall.
Weitere Bonuslevel entdeckst du wenn du im Menü auf Bonus gehst. Dort sind dann alle bisher freigeschalteten Bonuslevel unter dem Menü Acrade zu finden. Die reichlich Spaß machen könne, aber zum Teil wirklich schwer sind. Entweder du begibst dich zum Racked jump und spielst dort ein Runde Tennis, nur eben auf die Art wie man das bei den Hoodlums spielt. Obwohl es da keinen Unterschied zum normalen Tennis gibt, höchstens das du keinen richtige Tennisschläger, sondern einem Schild ähnlichen Schläger hast. Beim “Tennis“ habe ich bis jetzt noch kein einziges Match gewonnen. Um noch ein weiteres Beispiel zu nennen, gibt es noch das Spiel Crush. Hier heißt es, so schnell wie möglich Frösche mit einem riesigen Rammbolzen zu plätten. Eigentlich macht das ganze spaß, doch auch hier gibt es den Manko des Schwierigkeitsgrades der doch wieder sehr hoch angesetzt ist und man so bald die Lust am Frösche platt machen verliert. Es gibt noch einige andere Minispiele, die ich an dieser Stelle aber nicht erwähnen möchte. Lasst euch überraschen, es sind jedenfalls schöne Ideen dabei. Okay zwei werde ich euch jetzt doch noch eben kurz vorstellen (habe ja noch ein bisschen Platz frei, das soll hier ja schließlich ein Mega Review werden).
Zum einem Razoff Circus, bei dem musst du mit einem Gewehr durch ein Haus ziehen und auf Zielscheiben schießen, doch Vorsicht das geschieht alles unter Zeitdruck und wenn du dann noch eine Zielscheibe mit deinem Bild drauf triffst hast du verloren. Das Letzte Minispiel das ich euch erläutern möchte ist Mad Trax. Erwähnenswert ist es, weil hier die Möglichkeit besteht zu zweit oder zu viert zu spielen, falls du im besitz eines/zwei Gameboy Advance bist. Du brauchst, was sehr lobenswert ist kein Rayman 3 Modul, das Spiel wird vom GameCube auf dein Gameboy geladen. Ist dies geschehen erblickst du auf dem Gameboy Advance einen Tetris ähnlichen Bildschirm, auf dem auch tatsächlich Klötzchen vom Himmel fallen. Auf dem Fernseher siehst du den geschrumpften Rayman in seinem Schuh. Erst mal blickst du gar nicht durch und verstehst nicht was du überhaupt machen sollst. Doch nach der Zeit kommt dir die Erleuchtung. Der jenige von euch der den Gameboy hat, muss mit Hilfe der Klötzchen die hinunterfallen eine Strasse bauen, auf welcher der andere dann mit Rayman und seinem Schuh düsen kann. Zu viert, zwei in einem Team gegen zwei weitere, stell ich mir das sehr spaßig vor, doch zu zweit hab ich den Sinn nicht ganz kapiert, weil irgendwie kein ende in Sicht war und irgendwann die zeit abgelaufen war ohne das was aufregendes passierte.
Hast du das passende Modul für deinen Gameboy Advance, kannst du sogar neue Level frei schalten und noch andere tolle Sachen finden. Also ihr seht, langweilig wird Rayman mit hundertprozentiger Sicherheit nicht, dafür kann man viel zu viel entdecken.
Steuerung:
Die Steuerung ist wie bei jedem Jump’n’Run einfach und schnell für jedermann, ob groß oder klein, verständlich. Mit dem A-Knopf springst du und mit dem B-Knopf schießt du deine Fäuste durch die Gegend. Hältst du den Knopf länger gedrückt lädt sich deine Faust auf und hat so eine höher Schlagkraft. Mit Y kannst du dir die Gegend angucken und X ist für Grimassenschneiden - musst du erst frei spielen - zuständig und für die Anzeige der Lebensenergie. Die R-Taste ist für die Zielerfassung zuständig, so wie es in letzter zeit bei vielen Spielen der Fall ist. Der L-Button lässt Rayman zur Seite rollen und mit dem C-Stick bewegst du die Kamera und das war es auch schon.
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